Wer im Herbst an einem Apfelbaum vorbeikommt und die Früchte schon förmlich danach rufen, gepflückt zu werden, darf in Ronnenberg gerne zugreifen. Auf insgesamt fünf städtischen Flächen ist das Obstpflücken für den Eigenbedarf ausdrücklich erlaubt. Bisher waren die entsprechenden Bäume und Flächen mit gelben Bändern gekennzeichnet. Nun hat die Stadt auf dauerhafte Schilder umgestellt.
Der Grund dafür ist denkbar einfach: Die gelben Bänder mussten regelmäßig angebracht und nach der Erntesaison wieder entfernt werden. Mit den fest installierten Schildern ist die Kennzeichnung dauerhaft vorhanden und der Aufwand für die Stadt geringer. Am Prinzip selbst ändert sich nichts: Wo das entsprechende Schild steht, darf Obst für den eigenen Bedarf kostenlos gepflückt werden.
Die Idee dahinter: Es soll verhindern, dass wertvolles Obst ungenutzt am Baum hängen bleibt und schließlich verdirbt. Gleichzeitig bietet das Projekt Menschen die Möglichkeit, regionales und saisonales Obst selbst zu ernten auch dann, wenn sie keinen eigenen Obstbaum besitzen.
Wer selbst pflückt, bekommt dabei nicht nur frisches Obst, sondern erlebt auch unmittelbar, was Regionalität und Saisonalität bedeuten. Das Projekt möchte damit auch für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren und einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten.
Ein paar Regeln gibt es trotzdem: Geerntet werden darf nur dort, wo die Stadt das Obst ausdrücklich freigegeben und entsprechend gekennzeichnet hat. Die Ernte ist ausschließlich für den eigenen Bedarf gedacht. Außerdem sollten die Bäume und Pflanzen beim Pflücken nicht beschädigt werden. Das bedeutet: lieber vorsichtig pflücken, statt an Ästen zu ziehen oder Zweige abzubrechen.
Die Stadt Ronnenberg lädt damit auch in diesem Jahr dazu ein, das Angebot zu nutzen und sich durch die städtischen Obstbestände zu probieren. Die Obstflächen finden Sie an folgenden Standorten:
Empelde Mitte: „Op de Deel“
Benthe: auf der Hochzeitswiese an der Bergstraße und am Landschaftskunstpfad entlang der Bundesstraße
Weetzen: zwischen Kleingärten und Bundesstraße am Rundwanderweg
Linderte: Ortsausgang Richtung Hiddestorf, nach etwa 300 Metern links in der Feldmark