Seit Ende 2025 steht der siebensitzige VW-Bus dem Team Soziale Dienste zur Verfügung und wurde bereits bei städtischen Seniorenveranstaltungen eingesetzt. Künftig soll der Seniorenbus zweimal wöchentlich kleinere Stadtteile anfahren und Menschen ab 60 Jahren nach vorheriger Anmeldung vormittags in die größeren Stadtteile Ronnenberg und Empelde bringen, etwa für Arztbesuche, Einkäufe oder andere wichtige Erledigungen.
Der Bus bietet Platz für sieben Fahrgäste sowie eine Fahrerin oder einen Fahrer und richtet sich insbesondere an Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist. „Es ist eine gute Geldausgabe. Besonders für die Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind“, berichtet eine Teilnehmerin des städtischen Gedächtnistrainings aus eigener Erfahrung.
Auch Bürgermeister Marlo Kratzke hebt die Bedeutung des neuen Angebots hervor: „Damit bauen wir das Angebot für die Ü60-Generation deutlich aus. Der Seniorenbus ist eine wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten in der Seniorenarbeit.“
Möglich wurde das Projekt durch eine Erbschaft eines Ronnenberger Ehepaares, das im Jahr 2011 verstarb. Die beiden hatten der Stadt 300.000 Euro vermacht, verbunden mit der klaren Maßgabe, das Geld für die Seniorenarbeit einzusetzen. Aus diesen Mitteln werden sowohl die Anschaffung des Fahrzeugs als auch die laufenden Kosten finanziert. Der Seniorenbus ist damit ein zentrales Projekt der Stiftung und ein konkretes Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement nachhaltig wirkt.
Gerade im Alter nimmt die Mobilität häufig ab, sie bleibt jedoch essenziell, um den Alltag selbstständig zu bewältigen und soziale Kontakte zu pflegen. Der neue Seniorenbus leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Er ermöglicht Teilhabe, stärkt die Selbstständigkeit und sorgt dafür, dass ältere Menschen weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben in Ronnenberg teilnehmen können.